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Ernte

Anfang November beginnt die "große Schlacht", wie die Griechen in der Mani die Olivenernte nennen. 

In den meisten Gebieten des Peloponnes ist die Olivenernte noch reine Handarbeit - Erntemaschinen gibt es hier nicht. Mit grobzahnigen Rechen werden die Oliven von den Ästen gestreift, in Kisten verpackt und möglichst sofort, am besten noch am Tag der Ernte verarbeitet.

Die Olive ist eine sehr empfindliche Frucht, die bei der Ernte nicht verletzt werden soll, da durch den Sauerstoffkontakt ein Oxidationsprozess einsetzt, der die Qualität des Öles sofort beeinträchtigt. Um beste Ölqualität zu erhalten, sollten zwischen Ernte und Pressung höchstens 24 Stunden vergehen. Die Ölmühlen pressen zur Haupterntezeit rund um die Uhr. Je frischer die Olive in die Presse kommt, desto größer bleibt der Anteil der wichtigen sekundären Pflanzenstoffe und umso geringer der Anteil der freien Fettsäure. Dieser Wert ist einer der wichtigsten Parameter bei der Bestimmung der Güteklassen. 



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