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Griechische Weine, Spirituosen und Bier

(unser aktuelles Getränke-Angebot entnehmen sie bitte der Preisliste)



Etwas über den griechischen Wein ....

Griechenland gilt als die Wiege des europäischen Weinbaus.
Im 7. Jh. v. Chr. wurden die ersten Reben kultiviert und anschließend in der ersten Kolonisierungszeit von den Griechen über die verschiedenen Mittelmeerländer verbreitet. Wein wurde damals mit Kräutern, Honig und Meerwasser  versetzt und in Amphoren aufbewahrt. Er wurde bei Opfer- und Gebetsritualen sowie bei den Festgelagen der Helden getrunken.
Das Trinken von unverdünntem Wein wurde als barbarisch angesehen. Dionysos war der Gott des Weines.
Im
12. Jh. n. Chr. wurde Wein hauptsächlich von Klöstern produziert. Zur Zeit der osmanischen Herrschaft stagnierte die Entwicklung des Weinbaus. Es folgten 400 Jahre islamische Herrschaft, Bürgerkriege und Militärdiktatur.
Erst in den
60er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Bemühungen dieses alte Kulturgut wiederauferstehen zu lassen. Zahlreiche Betriebe wurden gegründet und die meisten Produzenten mussten  sich ihre  Kenntnisse erst im Ausland neu erwerben. Dabei wurden große Investitionen und Anstrengungen unternommen.
In den 80er Jahren zeichneten sich erste Erfolge ab und zu Beginn der 90er gab es einen regelrechten Qualitätsschub. Eine unaufhaltsame Entwicklung großartige Weine zu erzeugen, die international jedem Vergleich standhalten, begann.
Alte Weinfelder werden heute mit großem Aufwand gepflegt und die berühmten griechischen Rebsorten wie Agiorgitiko oder Limnio gelangen zu neuem Ansehen. Auch vergessene, fast ausgestorbene Rebsorten wie Malagousia und Lagorthi werden wieder angepflanzt. Die klassischen, autochtonen Rebsorten Griechenlands (davon gibt es ungefähr 300!) wurden um die modernen Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzt. 

Dieses Engagement, das einzigartige Klima und der karge Boden Griechenlands schaffen die idealen Voraussetzungen
für Weine von hoher Qualität. Probieren Sie griechische Weine, lassen Sie sich überraschen und genießen Sie
den individuellen, außergewöhnlichen Geschmack !

Retsina ...
Sein historischer Ursprung liegt im antiken Hellas. Die alten Hellenen hatten ein Problem mit der Haltbarmachung und Lagerung des Weines. Sie lösten dieses, indem sie ihre Amphoren und Krüge, oben mit einer Schicht aus Pinienharz, Öl, manchmal auch Gips abdichteten. Flaschen und damit die Flaschengärung gab es damals noch nicht. Diese Schicht dichtete den Wein gegen Sauerstoff ab und das Harz gab sein Aroma an den Wein weiter. Im Laufe der Zeit gewöhnte man sich an den Geschmack und behielt diese Art der Verarbeitung bei. Tatsache ist jedenfalls, dass dieses Harzen des Weines in Griechenland zur lieben Tradition wurde, die bis zum heutigen Tag gepflegt wird. Heute darf einem Hektoliter Retsina höchstens ein Kilogramm Pinienharz beigemengt werden. Dadurch wird die Oxidation des Weines verhindert.  Bei der Weinbereitung ist dies ein sehr wichtiger Vorgang, der nur in kontrollierter Form zugelassen wird. Das dem Retsina beigegebene Harz bleibt aber nicht im Wein, sondern wird beim sogenannten Schönen und Filtrieren des Weines ausgefiltert. Aber es verleiht ihm seinen typischen Geschmack, der für diejenigen, die ihn zum ersten Mal trinken, so ungewöhnlich ist. 

...Ouzo und Tsipouro
Eines der wohl bekanntesten griechischen Produkte ist der Ouzo. Es handelt sich um einen klaren hochprozentigen Schnaps, der sich durch Hinzufügen von Wasser oder Eiswürfel weiß verfärbt. Griechen, die an der kleinasiatischen Küste lebten, kreierten seit dem 15. Jahrhundert aus den dortigen Trauben und Feigen sowie aus Anissamen und Mastix den so genannten Raki. Diese Schnapsbrenner nannte man Rakizides. Mit der Vertreibung der Griechen aus Kleinasien (1922) kam auch der Raki ins Mutterland, wo viele Destillerien entstanden. Am Anfang des 19. Jh. wurde ein solches Destillat, dem Anis beigemischt war nach Frankreich exportiert. Die Ausfuhr nach Marseille erfolgte in Holzkisten mit der italienischen Aufschrift "Uso di Massillia" bzw. "Uso Tyrnavou" (Uso= für den Gebrauch).
Die Rezepte haben sich im Lauf der Zeit mehrmals geändert. Heute hat jede Destillerie ein eigenes streng gehütetes Rezept. Der  Alkohol der Weintrauben wird vor der Destillation mit aromatischen Ölen aus Anissamen oder Mastixharz, Vanille, Ingwer, Fenchel und anderen aromatischen Samen vermengt und dreimal destilliert. Bei der ersten Destillation wird Vor- und Nachlauf ausgeschieden. Das Ergebnis aus der letzten Destillation wird dann zum Reifen gelagert. Die Destillation erfolgt oft in abenteuerlich anmutenden, uralten Anlagen, die innerhalb der Familien von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Ouzo ist das Nationalgetränk der Griechen und darf  nur in Griechenland produziert werden. Ähnlich wie beim "Grappa" ist auch die Produktbezeichnung "Ouzo" durch europäisches Recht geschützt.

Der Tsipouro, ein Tresterbrand wandelte sich vom einfachen Bauernschnaps zu einer edlen Spirituose und gilt heute als  unverzichtbarer Bestandteil der griechischen Ess- und Trinkkultur. Seinen Ursprung hat der Tsipouro im 14. Jahrhundert in Makedonien, Thessalien, dem Epirus und  auf Kreta.
Sein besonderer Geschmack basiert auf  primären unverfälschten Fruchtaromen. Für die Herstellung besonders wichtig ist die Frische der Trestern. Je rascher diese nach dem Pressen gebrannt werden, desto besser wird das Destillat.
Tsipouro hat mindestens 40% Alkohol darf im Mund aber nicht brennen. Er hat einen  warmen, weichen Geschmack  und ist ausgesprochen fruchtig.
Er wird in Griechenland selten pur getrunken, man verdünnt ihn je nach Geschmack etwa zur Hälfte mit Wasser und Eiswürfeln. Dazu passen besonders griechische Häppchen (mezes) oder etwas Feta, Oliven und Weißbrot.